Doppeltes Spiel 
Gedankenlandschaften

Livre d'artiste

Art In Flow Verlag, Berlin 2026
158 S.
ISBN 978-3-93845-775-7


Gemeinsam mit meiner Schwester Corinna Rosteck:

Lyrik und künstlerische Fotografie.
Langgedichte und abstrakte/maritime/tänzerische Bilderwelten.

Ein Kunstband,
der poetische Konstellationen und bildnerische Kompositionen
vereinigt  spiegelt  kontrastiert  ergänzt  fusioniert.

Eine literarisch-visuelle Paarung,
die fasziniert und verführt, die herausfordert und anregt.

Ein Geschwister-Duo.

Mit ihrem gemeinsam konzipierten Livre d‘Artiste „Doppeltes Spiel“ präsentieren Jens und Corinna Rosteck eine außergewöhnliche Verbindung von Fotografie und Poesie, die weit über klassische Kunstformen hinausgeht. Das Geschwisterpaar nutzt seine künstlerischen Medien als Spiegel seiner Beziehung und individuellen Innenwelten, geprägt von einer fast sechs Jahrzehnte langen gemeinsamen Lebensreise.

In Langgedichten und Fotoarbeiten lassen die Rostecks ihren Sinnen freien Lauf und verleihen den Resultaten dieses experimentellen Impulses eine bezwingende Form. Ihre Werke, die sie „Gedankenlandschaften“ nennen, sind geprägt von kontrollierter Gestalt und dem Wunsch, sowohl andere zu zeigen als auch selbst gesehen zu werden. Dabei beherrschen sie die Kunst, Gemeinsamkeiten hervorzuheben und Diskrepanzen zu akzeptieren – ein wildes, erfinderisches Spiel, das ihnen Flügel verleiht.

Die Inspiration für ihre Arbeiten schöpfen sie aus vielfältigen Lebensstationen, von Ibiza und Nizza bis zu Paris und Berlin. In mediterraner Einsamkeit ebenso wie auf den Boulevards der Metropolen, in der Stille der Wüsten und der Anwesenheit des Meeres. Am Ende eines fortwährenden Such-, Aneignungs- und Kompositionsprozesses breiten sie ihre Körper und Gedanken, ihre Gesichter und poetischen Miniaturen als ambivalente Landschaften vor dem Publikum aus.

Das Projekt „Doppeltes Spiel“ ist geprägt von Vorzeigbarkeit, Wortlust und der Preisgabe von Intimität. Die Grenzen zwischen Ich und den vielfältigen visuellen, textuellen und musikalischen Schatten verwischen. Die Künstler nehmen Missverständnisse in Kauf und führen eine riskante Existenz, denn Zurschaustellung von Angriffsflächen und Lesbarkeit von Nähe schließen Verletzlichkeit ein.

Als Verführerpaar fragmentieren Jens und Corinna Rosteck ihre Erlebniswelt und locken mit präzisen, selbstreflexiven Collagen, Prosa-Poemen und Wahrnehmungsausschnitten. Emotionale und emphatische, bisweilen erotische Ausgangsmaterialien werden als gewichtige Statements präsentiert. Pathos, Konfrontation und Provokation sind zentrale Elemente ihrer Arbeit. Der Bruder erscheint der Schwester zuweilen als imaginärer Liebespartner, die Schwester ihm als fürsorgliche wie besorgte Partnerin. Beide kennen die Abgründe und Euphorie des Anderen, fertigen Ansichten von Freund:innen, Rival:innen und Gleichgesinnten an.

Überblendtechniken, diffuse Grenzübergänge und verwischte Konturen verweisen auf einen offenen ästhetischen Rahmen. Wirklichkeiten werden durchgespielt, ausprobiert, verworfen, gespiegelt und versöhnt. Das doppelte Belichten überschreibt die Konventionen von Fotografie und Sprache, lädt zum In-sich-Gehen, Sehen, Hinhören und Meditieren ein.

„Doppeltes Spiel“ ist eine Einladung, Schönheit festzuhalten und die Vielschichtigkeit menschlicher Beziehungen zu erforschen – „lasziv und unvorhersehbar, flirtend und flüchtig, Rücken an Rücken, Stirn an Stirn, Seele an Seele".


Herausgegeben von Ulrike Oppelt.

Nach den Wünschen und Vorstellungen der Urheber:innen in enger Zusammenarbeit grafisch gestaltet von Sonja Frank, Berlin.